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sporthallen.net

Lexikon rund um Sporthallen

Von der Dreifeldhalle über die Feldstunde bis zum Schweizer System: 57 Begriffe aus Hallenbau, Vereinsorganisation, Turnierplanung und Training, kurz und verständlich erklärt.

Hallen und Bau

Bodenhülse

Im Hallenboden eingelassene Öffnung zur Aufnahme von Pfosten für Volleyball- oder Badmintonnetze.

DIN 18032

Normreihe für Hallen und Räume für Sport und Mehrzwecknutzung mit Vorgaben zu Planung, Böden, Geräten und Sicherheit.

Dreifeldhalle

Vielseitigster Hallentyp mit 27 mal 45 Metern, durch zwei Trennvorhänge in drei Hallenteile teilbar.

Einfeldhalle

Kleinste Standardgröße einer Sporthalle mit 15 mal 27 Metern und 5,5 Metern lichter Höhe nach DIN 18032-1.

Flächenelastischer Sportboden

Schwingboden, der sich bei Belastung über eine größere Fläche verformt und dadurch Stöße stark abbaut.

Hallenteil

Durch Trennvorhänge abgeteilter, eigenständig nutzbarer Bereich einer Zwei- oder Dreifeldhalle.

Kletterhalle und Boulderhalle

Halle mit künstlichen Kletterwänden, entweder für Seilklettern in großer Höhe oder für Bouldern in Absprunghöhe.

Lichte Höhe

Freie Höhe zwischen Hallenboden und dem tiefsten Bauteil an der Decke, etwa Trägern oder Leuchten.

Mehrzweckhalle

Halle, die neben Sport auch für Veranstaltungen wie Feste, Konzerte oder Versammlungen genutzt wird.

Mischelastischer Sportboden

Kombination aus Schwingbodenkonstruktion und punktelastischer Oberschicht für Wettkampf und Schulsport.

Prallschutz

Gepolsterte oder elastische Wandverkleidung, die Verletzungen bei einem Aufprall an der Hallenwand mindert.

Punktelastischer Sportboden

Sportboden, der sich nur genau an der Belastungsstelle verformt, etwa aus Kunststoff mit elastischer Unterschicht.

Rollstuhlgerecht

Kennzeichnung, dass eine Halle stufenlos zugänglich ist und Nebenräume für Rollstuhlnutzende geeignet sind.

Sicherheitszone

Hindernisfreier Bereich um ein Spielfeld, den die Regelwerke der Sportarten vorschreiben.

Sportzentrum

Anlage mit mehreren Sportangeboten, in OpenStreetMap als leisure=sports_centre erfasst, mit oder ohne Gebäude.

Traglufthalle

Temporäre Halle aus einer Membran, die durch leichten Überdruck getragen wird, oft über Tennis- oder Fußballplätzen.

Trennvorhang

Herablassbarer Vorhang, der eine große Sporthalle in mehrere unabhängig nutzbare Hallenteile gliedert.

Zweifeldhalle

Sporthalle mit 22 mal 44 Metern und 7 Metern Höhe, zugeschnitten auf ein Handballfeld mit Sicherheitszone.

Organisation und Verein

Aufsichtspflicht

Pflicht, Minderjährige vor Schäden zu bewahren und zu verhindern, dass sie Dritten Schaden zufügen.

Benutzungsordnung

Regelwerk des Hallenbetreibers mit Vorschriften zu Schuhen, Geräten, Aufsicht, Zeiten und Haftung.

Betriebssport

Sport von Beschäftigten eines Unternehmens, organisiert als Gruppe, Betriebssportgemeinschaft oder in Betriebssportligen.

Eingetragener Verein

Im Vereinsregister eingetragene juristische Person, erkennbar am Zusatz e.V.

Entgeltordnung

Preisliste einer Kommune für die Nutzung ihrer Sportstätten, gestaffelt nach Hallengröße und Nutzergruppe.

Fachverband

Verband einer einzelnen Sportart, der Regeln, Wettkampfbetrieb, Spielberechtigungen und Trainerausbildung organisiert.

Feldstunde

Rechengröße für Hallenkapazität: ein Hallenteil für eine Stunde.

Gemeinnützigkeit

Steuerlicher Status von Vereinen, die selbstlos das Allgemeinwohl fördern, etwa den Sport nach § 52 AO.

Hallenbelegungsplan

Wochenplan, der festlegt, welche Gruppe wann welchen Hallenteil nutzt.

Landessportbund

Dachorganisation des Sports in einem Bundesland, in der Vereine und Fachverbände zusammengeschlossen sind.

Schulträger

Körperschaft, meist Stadt, Gemeinde oder Landkreis, die Schulgebäude einschließlich Sporthallen baut und unterhält.

Sportstättenvergabe

Verfahren, nach dem Kommunen ihre Hallen und Plätze an Schulen, Vereine und andere Nutzer verteilen.

Sportversicherung

Gruppenversicherung der Landessportbünde für ihre Mitgliedsvereine mit Unfall-, Haftpflicht- und weiteren Bausteinen.

Stadtsportbund

Zusammenschluss der Sportvereine einer Stadt oder eines Kreises, oft beteiligt an der Hallenvergabe.

Übungsleiterlizenz

Qualifikation im organisierten Sport nach den Rahmenrichtlinien des DOSB, meist auf vier Jahre befristet.

Übungsleiterpauschale

Steuerfreibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG für nebenberufliche Tätigkeiten als Übungsleiter im gemeinnützigen Bereich.

Sport und Training

Aufwärmen

Vorbereitung von Kreislauf, Muskulatur und Nervensystem auf die sportliche Belastung, meist zehn bis zwanzig Minuten.

Compendium of Physical Activities

Wissenschaftliche Sammlung von MET-Werten für Hunderte Tätigkeiten, zuletzt 2024 für Erwachsene aktualisiert.

Floorball

Hallenhockey-Variante mit Kunststoffschläger und Lochball, gespielt auf einem Feld von 40 mal 20 Metern mit Bande.

Futsal

Von der FIFA geregelte Hallenvariante des Fußballs mit fünf Spielern, sprungreduziertem Ball und ohne Bande.

Harz

Klebriges Haftmittel, das Handballspieler für besseren Ballgriff nutzen und das viele Hallen einschränken.

MET

Metabolisches Äquivalent: Energieumsatz einer Tätigkeit als Vielfaches des Ruheumsatzes.

Magnesia und Chalk

Weißes Pulver aus Magnesiumcarbonat, das Hände trocken hält, etwa beim Turnen und Klettern.

Netzhöhe im Volleyball

Höhe der Netzoberkante: 2,43 Meter bei Männern, 2,24 Meter bei Frauen, im Jugend- und Freizeitbereich oft niedriger.

Non-marking-Sohle

Abriebfeste, meist helle Schuhsohle, die auf Hallenböden keine Streifen hinterlässt.

Open Gym

Offene Hallenzeit, zu der Spielerinnen und Spieler ohne feste Mannschaft spontan vorbeikommen können.

Turnier und Wettkampf

Direkter Vergleich

Wertungskriterium, bei dem bei Punktgleichheit nur die Spiele der betroffenen Teams gegeneinander zählen.

Freilos

Kampfloses Weiterkommen eines Teams in einer K.-o.-Runde, wenn die Teilnehmerzahl keine Zweierpotenz ist.

Gruppenphase

Vorrunde, in der Teams in Gruppen jeder gegen jeden spielen, bevor die Besten in eine K.-o.-Runde einziehen.

Jeder gegen jeden

Turniermodus, bei dem jedes Team einmal gegen jedes andere spielt, auch Rundenturnier genannt.

K.-o.-System

Turniermodus, bei dem der Verlierer jedes Spiels ausscheidet, bis ein Sieger feststeht.

Kumuliertes Foul

Futsal-Regel: Ab dem sechsten Mannschaftsfoul einer Halbzeit gibt es für jedes weitere einen direkten Freistoß ohne Mauer.

Rally-Point-System

Zählweise, bei der jeder Ballwechsel einen Punkt bringt, unabhängig davon, wer aufgeschlagen hat.

Schweizer System

Turniermodus mit fester Rundenzahl, in dem jeweils Teilnehmende mit ähnlicher Punktzahl gegeneinander spielen.

Setzliste

Rangfolge der Teilnehmenden vor dem Turnier, nach der Gruppen gebildet oder Freilose vergeben werden.

Spiel über Kreuz

K.-o.-Paarung, bei der der Erste einer Gruppe auf den Zweiten einer anderen Gruppe trifft.

Spielplan

Zeitliche Abfolge aller Begegnungen eines Turniers mit Uhrzeit, Feld und Phase.

Tordifferenz

Differenz aus erzielten und kassierten Toren, häufiges Kriterium bei Punktgleichheit.

Wechselpause

Zeit zwischen zwei Spielen auf demselben Feld, in der Teams wechseln und sich die nächsten aufstellen.

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