Hallenbelegungsplan erstellen: Trainingszeiten fair verteilen
Der Rechner verteilt Trainingseinheiten mehrerer Teams auf Hallenteile und Wochentage. Du gibst Hallenzeiten, Zahl der Hallenteile und pro Team Einheiten, Dauer und Platzbedarf ein. Heraus kommen ein Wochenplan, die Auslastung in Feldstunden und eine Liste der Einheiten, die nicht mehr hineinpassen. So siehst du sofort, ob die Halle reicht und wo es eng wird.
Kapazität und Bedarf in Feldstunden
Grundlage der Planung ist die Feldstunde: ein Hallenteil für eine Stunde. Die Kapazität ergibt sich aus Trainingstagen mal täglicher Hallenzeit mal Hallenteilen. Eine Dreifeldhalle, die montags bis freitags von 16 bis 22 Uhr verfügbar ist, bietet 5 mal 6 mal 3, also 90 Feldstunden.
Der Bedarf jedes Teams ist Einheiten pro Woche mal Dauer mal benötigte Hallenteile. Der Rechner rundet jede Einheit auf volle halbe Stunden, weil Hallenzeiten fast immer in diesem Raster vergeben werden. Liegt der Gesamtbedarf über der Kapazität, können nicht alle Wünsche erfüllt werden, das zeigt der Rechner als fehlende Einheiten an. Die Auslastung ist der Anteil der belegten an den verfügbaren Feldstunden.
Nach welchen Regeln verteilt wird
Der Rechner arbeitet nach transparenten Regeln, die sich in vielen Vereinen bewährt haben. Zuerst werden die Teams mit dem größten Bedarf eingeplant, gemessen an Einheiten, Dauer und Hallenteilen. Sie sind am schwersten unterzubringen, kleine Gruppen finden später noch Lücken.
Die Einheiten eines Teams landen an verschiedenen Tagen, möglichst nicht direkt hintereinander, damit Regeneration möglich ist. Unter den passenden Tagen bevorzugt der Rechner die mit der geringsten Belastung, damit die Woche gleichmäßig gefüllt wird. Innerhalb des Tages nimmt er den frühesten freien Termin. Mit dem Wunsch s für spät sucht er vom Ende der Hallenzeit her, mit f für früh vom Anfang. So kommen Kinder früh und Erwachsene spät an die Reihe, ohne dass du jede Uhrzeit von Hand setzen musst.
Typische Platzbedarfe
Wie viele Hallenteile ein Team braucht, hängt von Sportart und Trainingsinhalt ab. Die Werte in der Tabelle sind Richtgrößen für Dreifeldhallen, deren Teile etwa einer Einfeldhalle von 15 mal 27 Metern entsprechen. Für Athletik oder Technikeinheiten genügt oft weniger Platz als für Spielformen auf dem ganzen Feld.
| Sportart | Training | Spiel auf ganzem Feld |
|---|---|---|
| Handball | 1 bis 2 | 2 |
| Basketball | 1 | 2 (Längsfeld) |
| Volleyball | 1 | 1 |
| Badminton | 1 (etwa 3 Felder) | 1 |
| Futsal | 1 bis 2 | 2 |
| Kinderturnen | 1 | 1 |
Grenzen des Rechners
Der Rechner ersetzt nicht das Gespräch im Verein. Er kennt keine persönlichen Einschränkungen von Trainern, keine Schulzeiten, die sich mit Vereinszeiten überschneiden, und keine Geräte, die nur in einem Hallenteil stehen. Nutze das Ergebnis als Vorschlag und passe einzelne Termine von Hand an. Für einen neuen Vorschlag änderst du einfach die Reihenfolge der Teams oder die Wünsche f und s.
Alle Eingaben bleiben in deinem Browser. Über den Link kannst du eine Variante an Vorstand oder Abteilungsleitung schicken, die dann exakt dasselbe Ergebnis sieht.
Beispielrechnungen
Handballverein mit Jugend und drei Erwachsenenteams.
Vier Gruppen teilen sich eine kleine Halle.
Sechs Abteilungen, unterschiedliche Platzbedarfe.
Zeigt, wie der Rechner fehlende Einheiten meldet.
Häufige Fragen
Was ist eine Feldstunde?
Eine Feldstunde ist ein Hallenteil für eine Stunde. Mit ihr lassen sich Kapazität und Bedarf vergleichen: Eine Dreifeldhalle bietet pro Stunde drei Feldstunden, eine Mannschaft mit zwei Einheiten zu 90 Minuten auf zwei Hallenteilen braucht sechs.
Warum plant der Rechner große Teams zuerst?
Teams, die viele Hallenteile oder lange Einheiten brauchen, sind am schwersten unterzubringen. Werden sie zuerst eingeplant, finden kleine Gruppen danach meist noch Lücken. Umgekehrt blieben für große Teams oft keine passenden Blöcke übrig.
Was bedeuten f und s in der Teamliste?
Das sind Zeitwünsche: f für früh, s für spät. Bei f sucht der Rechner vom Beginn der Hallenzeit her einen Termin, bei s vom Ende. Ohne Angabe gilt früh.
Welche Auslastung ist gut?
Viele Vereine streben achtzig bis neunzig Prozent an. Dann wird die Halle gut genutzt, und es bleibt Spielraum für Nachholspiele oder neue Gruppen. Bei über neunzig Prozent wird es eng, bei unter fünfzig Prozent lohnt es sich, freie Zeiten anzubieten.
Quellen und Stand
Datenstand: 2026-10-11
Pflege: Redaktion Sporthallen.net. Ein Eintrag ist veraltet oder falsch? Gib uns Bescheid. Korrekturen an den Hallendaten kannst du auch direkt in OpenStreetMap eintragen.